PHÖNIX
- BRÜCKENSCHLAG

Fotograf:
Kai-Uwe Heinrich - Tagesspiegel
Manfred Scharpf inmitten der Ausstellung
Der
Künstler Manfred E. Scharpf setzt sich seit vielen Jahren
mit den historischen Hintergründen gesellschaftlicher Phänomene
und Tabus auseinander. Innerhalb seiner Arbeiten stellt er diese
in einen Kontext mit europäischer Kultur und fördert
damit eine längst überfällige Wertediskussion.
Scharpf thematisiert die Bergung abgestürzter Flieger des
Krieges mit künstlerischen Mitteln. Er sieht diese Bergungen
als ein Akt der Versöhnung und gleichzeitig als ein Aufbrechen
der Vergangenheit - der dabei empfundene Schmerz wird zu einer
Kraftquelle, welche uns zum Verständnis zwischen den Nationen
und damit zum Frieden drängt.
Die
Kunst wirkt als ein Medium des Brückenschlags zwischen
unversöhnlichen Gegensätzen. Sie baut eine Brücke
der Verständigung, welche ungangbare Wege passierbar macht
und lädt die Menschen ein, einen Blick über ihre Begrenzungen
in die Vergangenheit zu wagen und gleichzeitig in die Zukunft
zu richten.
Mit
der Versorgung von West-Berlin über die Luftbrücke
zwischen Juni 1948 und Mai 1949 wurde Tempelhof zum Symbol für
ein freies Berlin, eine einmalige Brücke der Humanität
und Versöhnung. Das Ziel des Projekts Phönix ist,
von diesem Ort aus einen visionären Brückenschlag
der Kunst in ein neues Europa zu vollziehen.
Diese
Ausstellung kam zustande mit der Unterstützung von:
- Berliner Flughafengesellschaft
- MdB Franz Romer
- der Britischen Botschaft, Berlin
- des Berliner Senats
- der Firma Airbus, Laupheim
Phönix
Brückenschlag wurde am 16.3.2006 unter Anwesenheit von
vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft eröffnet.
Die Laudatio und die Einführung in die Ausstellung hielt
Staatssekretär Dr. Pflüger, als Vertreter des Verteidigungsministers.
Grußworte von Luftwaffenattaché Captain Simpson
und Herrn Franz Romer, MdB folgten. Die Ausstellung wurde begleitet
von einem Videofilm über die Entstehung der Exponate aus
der Produktion Susanne Horizon Fränzel

Laudatio
Dr. Friedbert Pflüger

Gäste
im Gespräch

Brückenschlag
von Kunst und Militär, Jahrestag des Kriegsendes, 8.5.2006
Künstler im Gespräch mit dem Britischen Luftwaffenattaché,
Capt. Frank Simpson

Aufbau der Installation in der Britischen Botschaft
Reaktionen
zum Konzept "Brückenschlag"
Berlin Tempelhof 2006
Der
Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit schreibt:
"Kunst kann Brücken schlagen. Brücken zwischen
Geschichte und Gegenwart, zwischen Menschen unterschiedlicher
Herkunft, zwischen Nationen, die sich über ihre Historie
verständigen. In diesem Sinne hat sich der Künstler
Manfred Scharpf mit seinem Werk dem Brückenschlag verschrieben.
So auch in seinem neuesten Projekt "Phoenix - Brückenschlag".
Für eine Ausstellung, die den verbrennenden und aus der eigenen
Asche aufsteigenden Mythen-Vogel als Sinnbild für die Schicksale
abgestürzter Kriegspiloten im Titel führt, gibt es wohl
kaum eine passendere Location als den Flughafen Tempelhof. Steht
doch dessen bewegte Geschichte sowohl für Krieg und Barbarei
als auch für die völkerversöhnende Kraft der Luftbrücke."
Dr.
Friedbert Pflüger, Staatssekretär beim Bundesminister
der Verteidigung: "Der "Brückenschlag" zeigt
eindrucksvoll die Kraft des Verbindenden, die Kunst zeigt Wege
auf, zueinander zu finden - zwischen Menschen, Völkern und
Kulturen. Für diese Mahnung an die Vergangenheit und Auftrag
für die Zukunft danke ich Manfred Scharpf."
Der
Bildungssenator von Berlin, Klaus Böger: "...dass die
Ausstellung nicht nur einen wichtigen Beitrag zur künstlerischen
Bildung und Erziehung leistet, sondern auch wegen ihrer wesentlichen
Bedeutung für die politische Bildung und dem Verständnis
der Geschichte Berlins dient".
Erika
Steinbach, MdB, Bund der Vertriebenen: "...Ihre Intention,
durch Ihre Arbeit einen Beitrag zur Verständigung zwischen
den Völkern zu leisten begrüße ich außerordentlich."
Dr.
Schmid, Botschafter der BRD in Moskau: "Ihre Arbeit zeigt,
dass im Rahmen der Kunst ein ganz besonderer "Brückenschlag"
zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, sowie zwischen verschiedenen
Nationen möglich ist. Auf diese Weise entsteht eine produktive
bereichernde Auseinandersetzung mit wichtigen historischen Ereignissen.
Tagesspiegel,
Berlin, Stuttgarter Zeitung: "...so leuchten und schimmern
die Gemälde um die Wette als müssten Sie Himmel und
Erde zusammenhalten..."