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Conjunctio Europae

Manfred E. Scharpf

Europäisches Parlament, Brüssel
17.9. - 21.9.2007

Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union, Brüssel
2.10. - 30.11.2007


Mit diesem Ausstellungskonzept "Conjunctio Europae" schafft der Künstler Manfred Scharpf eine Verbindung von Vergangenheit und Zukunft und eine Brücke zwischen den europäischen Nationen mit den Mitteln der Kunst. Erst durch die Öffnung der Grenzen und das große Werk der politischen Einigung war es möglich, den Kontinent vom Atlantik bis in die Ukraine zu sichten und zu "erfahren". Dabei begleitete ihn der Geist Europas mit seinen Menschen, Landschaften und Bauwerken.
Der Künstler versucht mit den vielfältigen, ihm zur Verfügung stehenden künstlerischen Mitteln die Terra Incognita Europas - die Angst vor dem Unbekannten zu überwinden in dem er die Aufmerksamkeit auf den kulturellen Reichtum Europas, auf die Begabungen der Europäer, auf die Schönheit der Kunst, aber auch auf die schmerzhafte Vergangenheit lenkt.
Die Verwandlung in eine Conjunctio Europae setzt die Bearbeitung der drei elementaren Herausforderungen Europas voraus. Eine tiefgreifende Versöhnung nach der Vergangenheit des Krieges, den Dialog der Kulturen und der Einklang von Mensch und Natur. Wenn nicht unmittelbar, so wirken diese Themenkreise doch latent auf uns, prägen alltäglich unser Denken, Handeln und Fühlen.
In seiner Imagination vergleicht der Künstler eine Conjunctio Europae mit der Gestaltung eines schöpferischen Werkes. Die drei von ihm bearbeiteten Themenkreise verwendet er als Ingredienzien und Gestaltungsmittel seiner Zukunftsvision. Für ihn beinhalten die drei Herausforderungen Botschaften, die es uns ermöglichen, nicht nur unsere europäische Identität, sondern auch den Weg zu unseren Herzen zu finden.


IMPETUS

Die epochale Aufgabe lautet, Europa unter den Bedingungen der Globalisierung zu gestalten. Nicht als akademisches Projekt, sondern zum Wohl der Menschen. Und zur Sicherung von Frieden und Freiheit.
In der Praxis ist der europäische Einigungsprozess jedoch ein dauerndes Wechselspiel von Erfolgen und Rückschlägen. Das Ringen um Details beherrscht die Szenerie. Die Leitidee verschwindet dahinter. Eine Gefahr!
Was löst dieses Fixiertsein auf das Hier und Jetzt? Die Auseinandersetzung mit der Kunst! Wer Europa als Kultur- und Wertegemeinschaft rezipiert, findet zu Souveränität, Unerschütterlichkeit, Courage.
Ich freue mich deshalb sehr, dass Manfred E. Scharpf seine Kreativität, seine Schaffenskraft und seine politische Sensibilität konzentriert der "Conjunctio Europae" gewidmet hat. Durch sein Oeuvre vermittelt Manfred E. Scharpf beides: Orientierung und Ermutigung. Er bestätigt so eindrucksvoll das oft zitierte Diktum von Theodor Heuss: "Mit Politik kann man keine Kunst machen. Aber vielleicht kann man mit der Kunst ein Stück Politik machen."

Manfred E. Scharpf lebt im schwäbischen Allgäu, also in räumlicher Distanz zu den Metropolen. Dieser Abstand befruchtet seine Arbeiten. Mit dem herben, sperrigen Charme seiner Heimat geht er entschlossen einen eigenen Weg. Er blickt ganz individuell auf die zeitgeschichtlichen Entwicklungen. Und er will deren Fortgang persönlich beeinflussen.
Geradezu idealtypisch verkörpert Manfred E. Scharpf die innere Mannigfaltigkeit des europäischen Kulturschatzes. Und sein Impetus ist, diesen kostbaren Fundus zu mehren und das Neue in den Dienst des Gemeinsamen zu stellen.
Seine Werke sind keine im landläufigen Sinn "schönen" Bilder. Sie erfordern ein genaues, intensives Hinsehen. Sie verlangen den Dialog. Und das heißt: Sie zeigen exemplarisch, wie die Ästhetik der europäischen Kunst aus Bereitschaft erwächst, nicht nur zu betrachten, sondern in ein Zwiegespräch einzutreten.
Von Hans Georg Gadamer stammt der Rat: "Je mehr wir verweilen und uns darauf einlassen, desto sprechender, desto vielfältiger, desto reicher erscheint ein Kunstwerk." Und wirklich: Sich für Manfred E. Scharpf und seine Exponate Zeit zu nehmen und sich bewusst zu öffnen, garantiert größten Gewinn - speziell in der hektischen Betriebsamkeit Straßburgs und Brüssels.

Stuttgart, im Sommer 2007
Peter Straub
Präsident des Landtags von Baden-Württemberg

 

 

Manfred E. Scharpf

CONJUNCTIO EUROPAE

17.12.2007, Brüssel,
"Begegnung mit der Zukunft"

Mit 27 Schülern der Deutschen Internationalen Schule in Brüssel gestaltete der Künstler Manfred E. Scharpf in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Brüssel ein Europabild mit historischen Pigmenten und Maltechniken. In 27 Einzelformaten, die den 27 Nationen der EU entsprechen, realisierten die Schüler ihre Vision eines lebenswerten zukünftigen Europas. Dieses Konzept mit Kindern ist ein Bestandteil von Manfred Scharpfs Ausstellung "Conjunctio Europae", die im September im Europäischen Parlament begann und in den nächsten Jahren auch in anderen Metropolen zu sehen sein wird.


Frau Elisabeth Jeggle, MdEP, Herr Dr. Tietmayer, EU-Beauftragter der Deutschen Bank in Brüssel, mit dem Künstler


Der Künstler mit Ehefrau zusammen mit Schülern und Schulleiter der Deutschen Internationalen Schule Dr. Karbach


Konzentrierte Spannung bei der Gestaltung des Werkes


Das gemeinsame Werk "Begegnung mit der Zukunft"

Europäisches Parlament, Brüssel
17.9. - 21.9.2007


Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des EU Parlaments,
Manfred E. Scharpf, Frau Elisabeth Jeggle, MdEP

 

Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der Europäischen Union in Brüssel
2.10. - 30.11.2007


Manfred und Renata Scharpf, Regierungspräsident Hermann Strampfer, Frau Ingrid Taschek, Landesvertretung Baden-Württemberg


mit Herrn Richard Arnold, Leiter der Landesvertretung Baden-Württemberg, Frau Taschek, Landesvertretung Baden-Württemberg


mit S.D. Botschafter Prinz Nikolaus von Liechtenstein


mit Herrn Elmar Brok, MdEP


mit Prof. Dr. Walter, Deutsche Bank


Installation "Templum Europae" in Patio der Landesvertretung

 

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